Spitze beim Klimaschutz

Neun Kitas und Familienzentren der AWO OWL haben ihren Jahresverbrauch an Kohlenstoffdioxid (CO2) ermitteln lassen.

Woher stammen die Lebensmittel, die wir essen? Wie kommen die Beschäftigten zur Arbeit? Wie hoch ist der Verbrauch an Einweghandschuhen und Toilettenpapier? Und wie viel Müll produzieren wir überhaupt im Jahr? Diese Fragen mussten die Einrichtungsleitungen von neun Kitas der AWO Ostwestfalen-Lippe für den CO2-Fußabdruck beantworten. Dieses Zertifikat hat die AWO gemeinsam mit der Viabono GmbH für Kindertagesstätten und stationäre Pflegeeinrichtungen bundesweit entwickelt. Für die teilnehmenden Kitas und Familienzentren der AWO OWL gab es nun eine detaillierte Auswertung ihres CO2-Jahresverbrauchs mit einem Ranking in sogenannten "Klimaeffizienzklassen". Es enthält ebenfalls Hinweise und Vorschläge zum weiteren Verbesserungsbedarf. Im Rahmen des Standpunktes Ökologie und Nachhaltigkeit werden so die pädagogischen Angebote und die Nachhaltigkeit in der Organisation der Kita verbunden.

Und das Ergebnis zeigt: viele Einrichtungen der AWO OWL sind bereits jetzt spitze! Die Kindertagesstätten/Familienzentren Villa Kunterbunt (Versmold), Steinhagen und Laukshof (beide Steinhagen) haben sogar mit der Bestnote, der Klimaeffizienzklasse A, abgeschnitten.

„Die drei Spitzenreiter haben alle eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, das fördert natürlich das gute Ergebnis“, erläutert Jana Marnitz, die das Projekts seitens der Fachberatung betreut hat.

Ermittelt wurden zunächst die Werte für 2015. Denn: Seitdem wurden weitere Photovoltaikanalgen installiert. Von den anderen Einrichtungen haben bereits 8 nach 2015 ebenfalls eine bekommen oder werden zeitnah eine erhalten. Und wer noch keine hat, profitiert auf andere Weise: Zum 1. Januar 2018 wurden alle 118 Kitas der AWO OWL zusätzlich auf Ökostrom umgestellt. „Durch die vielen bereits durchgeführten Maßnahmen gehen wir bei einer erneuten Erhebung von noch besseren Werten aus“, so Marnitz.

Hinzu kommen nun die Verbesserungsvorschläge des CO2-Fußabdrucks. So verursachte allein die Verpflegung in der Kita Bad Salzuflen mehr als 66 Prozent ihres Kohlenstoffdioxidverbrauchs. Das liegt auch am angelieferten Essen durch ein Cateringunternehmen. „Bereits vor der Auswertung wurde beschlossen, zukünftig das Essen selbst in der Kita zuzubereiten. So können wir saisonal kochen und regionale Anbieter wählen, ersparen uns damit lange Transportwege und haben zudem noch die Stelle einer Hauswirtschaftskraft geschaffen“, berichtet Einrichtungsleitung Sabine Wutke. Im Garten wird zudem eigenes Ost und Gemüse angebaut. Dieses Jahr trägt besonders der Apfelbaum reichlich Früchte. Diese werden gemeinsam mit den Kindern zu Apfelmus oder Apfelsaft verarbeitet. „Es ist uns wichtig, den Kindern so Nachhaltigkeit und Wiederverwertung mit auf den Weg zu geben“, sagt Wutke.

Klimaeffizienzklasse A:
Kindertagesstätte / Familienzentrum Villa Kunterbunt, Versmold
Kindertagesstätte / Familienzentrum Steinhagen, Steinhagen
Kindertagesstätte / Familienzentrum Laukshof, Steinhagen

Klimaeffizienzklasse B:
Kindertagesstätte Bad Salzuflen, Bad Salzuflen
Kindertagesstätte / Familienzentrum Ehrsen, Bad Salzuflen
Integrative Kindertagesstätte / Familienzentrum Gartnisch, Halle
Kindertagesstätte /  Familienzentrum Weststraße, Werther

Klimaeffizienzklasse C:
Kindertagesstätte / Familienzentrum Flohkiste, Borgholzhausen
Kindertagesstätte / Familienzentrum Regenbogen, Harsewinkel Greffen

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