„Kreativ nutzen und kritisch betrachten“

Beim Workshop „Medienwerkstatt“ konnten sich Leitungen und Fachkräfte aus den AWO OWL-Kitas über die Medienbildung von Kindern informieren.

Um über die Medienarbeit in Kindertagestätten aufzuklären und praktische Tipps zu vermitteln, veranstaltete die Abteilung für Kindertagestätten der AWO OWL am Mittwoch, den 31. Oktober, einen Workshop für ihre pädagogischen Fach- und Leitungskräfte. „Kinder sind heute ab der Geburt in Kontakt mit Medien – sei es die app-gesteuerte Puppe, sprechende Kinderbücher oder das Kinder-Spiel-Tablet“, erklärte Elena Bütow zu Beginn des Workshops, den sie gemeinsam mit Volker Dreesen organisierte. Hintergrund war eine Fortbildung im letzten Jahr, in der sich an sieben Tagen insgesamt zehn Fachkräfte und Leitungen aus fünf AWO-Kitas in OWL intensiv mit der medialen Lebenswelt von Kindern befassten. Sie haben dort ihre eigene Medienbiographie reflektiert und Medien aus den Bereichen Film, Audio, Foto und digitale Spiele als pädagogische Werkzeuge kennengelernt und selbst erprobt. „Heute wollen wir ihnen die medienpädagogischen Ideen und Projekte Ihrer Kollegi*innen vorstellen und zugänglich machen“, so Bütow.

Zunächst gab jedoch Anja Pielsticker von der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) e.V. eine kurze Einführung in die Medienpädagogik. Sie betonte, dass Medien im Bildungsplan des Landes NRW verankert sind. „Kinder haben also ein Recht auf Medienbildung“, so Pielsticker. Wichtig sei dabei, dass die Medienkompetenz nicht nur aus der Mediennutzung bestehe, sondern auch aus Medienkunde, Mediengestaltung und Medienkritik. „Medien sollten also nicht nur konsumiert, sondern kreativ genutzt und kritisch betrachtet werden“, so die Medienpädagogin. Gerade letzteres sei bei Kindern nicht gegeben, weshalb hier die Unterstützung von Erwachsenen notwendig sei.

Nach der theoretischen Einführung konnten sich die Teilnehmer*innen bei einem „Gallery Walk“ die in der Fortbildung entstandenen Projekte anschauen und ausprobieren. Den Abschluss bildeten drei praktische Workshops innerhalb von eineinhalb Stunden konnten kurze Trickfilme, Hörspiele oder Fotostrecken erstellt werden.

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