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04.06.2020

Newsletter 21 für Eltern - Atmung & Artikulation

Liebe Eltern,
unsere Atmung ist lebensnotwendig, auch wenn wir sie normalerweise wenig beachten. Erst, wenn wir „außer Puste“ sind, weil wir uns z.B. körperlich angestrengt oder einen Schreck bekommen haben, spüren wir, dass sich unsere Atmung verändert. Auch beim Sprechen spielt die Atmung eine wichtige Rolle.

Um die Laute einer Sprache zu formen, ist ein gut ausgebildeter Sprechapparat wichtig. Dazu zählen zum einen die Lungen, die Bronchien und das Zwerchfell, die für die Atmung zuständig sind, sowie der Kehlkopf und alle Artikulationsorgane (Kiefer, Rachen, Nase, Mundhöhle, Gaumen, Zunge Zähne und Lippen). Wenn all diese Artikulationsorgane gut funktionieren, ist die Aussprache Ihres Kindes verständlich.

Sprechen und Atmung steht in einem direkten Zusammenhang, denn nur, wenn Ihr Kind tief und ruhig atmet, ist ein gleichbleibender Sprechfluss möglich. Die ausströmende Atemluft wird durch das Verschließen der Lippen oder auch das Formen von Engstellen der Sprechwerkzeuge so verändert, dass ein Laut entsteht. So liegt beispielsweise bei einem „F“ die obere Zahnreihe auf der Unterlippe. Durch die ausgeatmete Luft hören wir den Laut „F“. Bei sogenannten „Plosivlauten“ wie z.B. einem „P“ kann Ihr Kind den Luftstrom sogar spüren, wenn es die Hand vor den Mund hält.

Zunächst beherrscht Ihr Kind die Laute, die im vorderen Mundraum gebildet werden („A“, „E“, „I“, „O“, „U“). Dann kommen die Laute hinzu, die im hinteren Mundraum gebildet werden wie z.B. „K“, „G“. Nach und nach kommen die weiteren Laute unserer Sprache hinzu. Damit diese Bewegungsabläufe von Mund und Zunge beim Sprechen funktionieren, ist eine gut entwickelte Muskulatur und deren Koordination wichtig.

Wenn Ihr Kind mehrsprachig aufwächst, lernt es neben den Lauten seiner Muttersprache auch die der deutschen Sprache. Damit Ihr Kind erkennen kann, wie die einzelnen Laute gebildet werden, ist es hilfreich, dass es Ihr „Mundbild“ sehen kann. So liest Ihr Kind unwillkürlich die Laute von Ihren Lippen ab und bildet diese nach.

Im Newsletter finden Sie einige Anregungen, um die Artikulation Ihres Kindes zu unterstützen.

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